Tim Schumacher kommentiert den Domainhandel

In einem Gastkommentar auf der deutschen Webseite von Dow Jones kommentiert der Sedo-Geschäftsführer Tim Schumacher die jüngsten Entwicklungen im Domainhandel. Schumacher zitiert darin unter anderem einige hochpreisige Domains, die Sedo kürzlich vermittelt hat. Zum Beispiel sind das Call.com für 1,1 Millionen US-Dollar oder Kredit.de, die für nahezu 1 Million Euro verkauft wurde.

Interessant ist vor allem seine Sicht auf die aktuellen Verkaufschancen von Domains, denn Sedo kann hier natürlich auf eine große Datenbank mit Domainverkäufen zurückgreifen und damit aktuelle Marktentwicklungen verlässlich analysieren. In diesem Zusammenhang schreibt Schumacher:

In den letzten Jahren hat sich der Domain-Sekundärmarkt, also der Kauf und Verkauf von Domains, sehr positiv entwickelt. Im Jahr 2007 wurden über 27.000 Domains über unsere Plattform gehandelt, 2008 waren es knapp 37.000. Für 2009 gehen wir von einem Wachstum von über 10 Prozent aus. In den letzten drei Quartalen hat sich jedoch eine deutliche Tendenz zu Niedrigpreis-Domains gezeigt.

Obwohl also in jedem neuen Jahr mehr Domains über Sedo verkauft wurden als im vorherigen, ist zu beobachten, dass in Zeiten der Wirtschaftskrise Druck auf die Preise einzelner Domains entstanden ist, so dass die durchschnittlichen Verkaufspreise deutlich gesunken sind. Als Referenz führt Tim Schumacher den durchschnittlichen Preis einer .de-Domain an, der 2008 noch bei 1.200 Euro lag, nun aber nur noch ca. 800 Euro beträgt.

Dies sollte keinen Anlass zur Panik geben, denn qualitativ hochwertige Domainnamen werden immer noch zu Top-Preisen gehandelt. Aber insgesamt dürfte die Anzahl dieser Top-Verkäufe etwas zurückgegangen und dafür Domains im Niedrigpreissegment gefragter sein. Ebenfalls ist wahrscheinlich, dass Domain-Verkäufer jetzt eher bereit sind, ihre Domains zu niedrigeren Preisen zu verkaufen, um zusätzliche Cash Flows zu erzeugen. Das aktuelle Klima sollte also vor allem Käufern von Domains gefallen, die fast überall gute Internetadressen zu günstigeren Konditionen erwerben können als noch vor der Krise.

Besonders gilt dies meiner Erfahrung nach auf dem US-amerikanischen Sekundärmarkt. Gerade als Europäer kann man dann doppelt sparen: Zum einen sind die Domainpreise real gesunken, weiterhin ergibt sich noch ein zusätzlicher Vorteil durch die Stärke des Euro.

Zwar mag dieses Kaufklima den ein oder anderen ermutigen, kräftig auf Shopping-Tour zu gehen, aber es muss auch weiterhin auf Qualität statt Quantität geachtet werden. Denn nur sogenannte Keyword-Domains haben einen langfristigen Wert für potentielle Endkunden, der auch in den folgenden Jahren noch bestehen wird. Gerade diese beschreibenden Domains sind es, die durch Type Ins reliable und für den Besitzer wertvolle Besucherströme generieren. Dies spricht Schumacher in seinem Kommentar auch an, indem er eine kurze Rechnung formuliert, die ich in ähnlicher Form bei Verkaufsgesprächen oft erfolgreich genutzt habe:

Der durchschnittliche Klickpreis (Pay-per-Click) für das Suchwort „Kredit“ bei Google, Yahoo oder MSN liegt aktuell in den oberen Rängen bei circa 4,50 Euro. Ohne die Domain müsste man [Anm.: für 5.000 Besucher] pro Monat 22.500 Euro an Werbeausgaben investieren. Diese Ausgaben kann man sich sparen, indem man die Domain kauft. Bei einem Kaufpreis von 892.500 Euro hätte sich die Domain schon nach etwa drei Jahren refinanziert. Und danach besitzt man die Domain kredit.de noch und sie generiert weiter Besucher, während beim üblichen Pay-per-Click-Modell das Geld als Werbeausgabe unwiederbringlich ‚verloren’ ist.

Traffic-Domains haben eben deshalb einen so großen Wert, weil sie regelmäßig und über sehr lange Zeiträume hinweg neue potentielle Kunden liefern. Diese Nachhaltigkeit und die zumeist hohe Qualität des Traffics stellen einen starken kompetitiven Vorteil dar, den generische Domainnamen mit sich bringen. Auch helfen Domains dabei, die Abhängigkeit von Suchmaschinen oder Online-Werbung - wie zum Beispiel PPC-Werbung - zu reduzieren und so langfristig Kosten einzusparen. Hochwertige Domains vermitteln somit nicht nur Neukunden, sie bieten auch ein erhöhtes Maß an Planungssicherheit. Weiterhin positiv zu bemerken ist, dass Domains im Zweifel wieder verkauft werden können, wodurch sich sofort große Zahlungsströme erzeugen lassen. Domainnamen haben sich in den vergangen Jahren als höchst zuverlässige, alternative Anlageform erwiesen, wobei Investoren auch von hohen Wertsteigerungsraten profitieren konnten.

Relevante Literatur:
- Domain-Namen im Internet (Tim Schumacher et al.)
- Handbuch Domain-Namen (Daniel Dingeldey, Florian Huber)

Domain zu verkaufen: Fachwerkhaeuser.com

Die Domain Fachwerkhaeuser.com befindet sich aktuell in einer Auktion bei SnapNames.com. Die Auktion endet heute, Dienstag, den 26. Mai um ca. 20 Uhr. *Update: Domain wurde verkauft.*

In Deutschland gibt es unzählige historische und moderne Fachwerkhäuser. Gerade in der Gegenwart erfreut sich diese Bauweise wieder zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt dank der wachsenden Zahl an Fertighäusern, die auf einem ähnlichen System beruhen.

Google.de findet 520.000 Webseiten und unzählige AdWords-Anzeigen für den Suchbegriff "Fachwerkhäuser".

Conficker-Wurm greift Domains an

Der Windows-Wurm Conficker, der bereits seit einiger Zeit sein Unwesen treibt, wird im März nun auch einige vergebene Domain-Namen nutzen, um von dort seine Störsignale ins Netz zu senden. Dies könnte zu einer Überlastung der entsprechenden Seiten führen und damit zu Downtimes sowie weiteren Kosten für die betroffenen Webseiten.

Der Conficker-Wurm spielt sich durch eine Windows-Sicherheitslücke automatisch auf einen Ziel-Server. Dort schützt er dann erst einmal den Server gegen andere Viren und Würmer, um sozusagen die "Konkurrenz" draußen zu halten, und liest dann die Zeit und das Datum auf dem Server. Diese Angaben nutzt er dann, um mit einem Algorithmus eine Liste von Domains zu generieren, auf die er dann zurückgreift, um weiteren Code über das Netz zu laden.

Es ist bekannt, durch welche Sicherheitslücke der Wurm eindringt und es steht hierfür ein Sicherheitsupdate bereit, das Systemadministratoren unbedingt installieren sollten. Eine aktivierte Firewall reicht in der Regel aber schon aus, um das Eindringen zu verhindern.

Ebenfalls bekannt ist mittlerweile der Algorithmus von Conficker zum Berechnen der Domain-Namen. So wird der Wurm im März laut Sophos, einem Hersteller von Antivirus-Software, unter anderem vier aktive Domains angreifen, um sich von dort weiter zu verbreiten. Die betroffenen Domains sind jogli.com, wnsux.com, qhflh.com und praat.org. Normalerweise können Microsoft und ICANN die voraussichtlich betroffenen Domains im Voraus registrieren und blockieren, aber bei bereits vergebenen Domain-Namen ist dies rechtlich nicht erlaubt. So rät Sophos den betroffenen Webseiten-Betreibern, am entsprechenden Tag auf eine Ersatzdomain umzusteigen und die Haupt-Domain an diesem Tag zu deaktivieren.

Domain for Sale: BusinessJetAircraft.com

Business Jet Aircraft

Update: Domain has been sold.

Google finds 40,800 websites for the exact quoted term "business jet aircraft". Business jets sell for millions of dollars apiece. There are also some big charter companies like NetJets and Bombardier Skyjet where you can charter business jet aircraft. Some of these companies also offer fractional ownership programs and membership cards that require a $xxx,xxx down payment. This is a high-value market and BusinessJetAircraft.com is the perfect domain for it.

Sedo sells $77 million worth of domains in 2008

SedoDomain aftermarket Sedo has finally published its secondary domain market study for the year 2008. I'm always looking forward to these reports because Sedo is a large marketplace and hence it has access to lots of data about recent domain sales and transactions. Although Sedo's statistics don't represent the entire domain industry, I think they're a good indicator of the overall situation and when compared to historical stats the numbers should give you an idea of the recent developments and trends in the market.

According to the report, .com remains the most popular generic TLD (gTLD) with a massive 76% share of gTLD sales. DotCom is followed by .net (9%), .info (7%), .org (5%) and .biz (3%). The German TLD .de has been the most frequently sold country-code TLD (ccTLD), it has a 61% ccTLD market share. I think this number doesn't apply to the domain industry as a whole, considering that Sedo is a German company and that it's likely Sedo has a lot more German domain buyers and sellers than the other domain marketplaces or auction houses. Still, .de remains the most popular ccTLD in front of .co.uk (United Kingdom), .es (Spain), .fr (France) and .cn (China), for example. It is interesting, in my opinion, that Europe's domain extension .eu has made up as much as 13% of Sedo's ccTLD sales in 2008. Being based in Germany myself I can tell that DotEU is an increasingly popular and recognized top-level domain, but the sales volume of Europe's extension is still perceived to be low. At least I don't know of many DotEU sales.

But let's now look at Sedo's total sales revenues: In 2008 Sedo sold a total of more than $77.4 million worth of domain names, up from $72.1 million in 2007 and from roughly $11 million in 2004. This marks a 7% increase over 2007. When looking at the quarterly stats you can see that Sedo sold most domains in the second and third quarters. In the last quarter sales revenues dropped. Sedo says in the report that the financial crisis might be one reason for that development.

No doubt, these stats are interesting, but to me it's most important to know details about specific domain sales. As an investor and broker I'd like to know what types of domain names have been in highest demand recently and what the sales prices have been like.

Sedo reports that a total of 17,643 .com domains changed hands through its marketplace or brokerage service last year. That is 5,000 more than in 2007. But the average sale price of .com domains went down drastically: It sank to $2,512 (down from $5,016 in 2007). That is also why the total value of .com domain sales shrank to $44 million (down from $62.2 million in 2007). All of the other gTLDs' average prices went down, too. Personally, I would have liked Sedo to include the median sales prices in the report, because these are usually more meaningful, but the sales numbers nevertheless paint a gloomy picture for domain sellers - at least temporarily.

Fortunately, the sales revenues from country-code TLDs look a bit better. Again it is Germany's .de TLD that is on top of the list: The number of .de domain sales rose to almost 10.6 million (7.4 million in 2007) and the average sale price of .de domain names increased, too. It went up to $1,719 per domain (up from $1,493). Thus, the 2008 sales revenues from .de domain sales amount to a total of just under $10.6 million, which again marks a nice increase over the previous year.

Worthwhile to note that Sedo's highest-priced domain sale of 2008 has been Kredit.de, which found a new owner at $1,176,672. (I'm sure this has had a great influence on the .de domain stats, so again the median prices would be good to know.) At $1,015,000, Invest.com has the number two spot on the list, and Printer.com has been the third-highest sale of the year with a price of $650,000.

More information can be found on Sedo's website, the report can be downloaded as a PDF here.