Neuer kostenloser E-Mail-Dienst

Der amerikanische Hostingservice BuyDomains.com startet diese Woche seinen neuen, kostenlosen E-Mail-Service SeeqMail und moechte damit den bisherigen Marktfuehrern Microsoft Hotmail und Yahoo ernsthaft Konkurrenz machen.
SeeqMail lockt mit 150 MByte Inbox-Speicher, sowie mit einer Verschluesselungsfunktion und einem Virenscanner.
Der fuer den Benutzer kostenlose Service finanziert sich - aehnlich wie auch Googles gMail - mit Werbung in Form von Anzeigen auf der SeeqMail-Homepage und Textlinks am Ende der E-Mail-Nachrichten.
Das Besondere an SeeqMail ist, dass dem Benutzer verschiedene personalisierte Domains zur Verfuegung stehen, unter denen er seine Wunsch-Adresse anmelden kann. Dabei stehen ueber 100 Domains zur Auswahl.

MyDoom-Variante befaellt Suchmaschinen

Die neue Variante des MyDoom-Virus heisst MyDoom.O und tauchte das erste Mal am Montag auf. Der Virus befiel Google und sorgte fuer den kurzzeitigen Ausfall von Googles Suchmaschine.
MyDoom.O verbreitet sich durch E-Mails. Dabei greift der Virus nicht nur auf die auf dem infizierten Rechner gespeicherten E-Mail-Adressen zurueck, sondern auch auf Suchmaschinen, um an weitere E-Mail-Adressen zu kommen, an die er sich dann selbst verschicken kann.
Die Server von AltaVista, Google, Lycos und Yahoo wurden so lange mit Suchanfragen von den infizierten Rechnern bombardiert bis sie ausfielen und keine weiteren Anfragen mehr bearbeitet werden konnten.
Die MyDoom-E-Mail enthaelt in der Regel eine Nachricht von einem Provider, die den Empfaenger darueber informiert, dass sein Rechner angeblich benutzt wurde, um Spam zu verschicken.
Mittlerweile funktionieren die Suchmaschinen wieder und man geht davon aus, dass die Anzahl der mit MyDoom.O infizierten Rechner stark zurueckgeht.

Das Geschaeft im Internet waechst

VeriSign hat heute einen neuen Report veroeffentlicht, der sich mit der geschaeftlichen Entwicklung des Internets beschaeftigt.
Die Firma kam zu dem Schluss, dass das Internet in den letzten zwoelf Monaten einen kommerziellen Wachstum von etwa 13,2% erfahren hat.
Ausserdem steht in dem Report, dass die DNS-Anfragen seit dem Internet-Boom um 1.200% angestiegen sind. In der ersten Haelfte des Jahres 2004 wurden insgesamt ueber 400 Milliarden DNS-Anfragen verzeichnet (DNS = Domain Name System).
VeriSigns Report umfasst aber auch einen Bericht ueber die Entwicklung von Betrug und anderen illegalen Aktivitaeten im Internet. So stieg laut VeriSign die Anzahl der programmierten Computerwuermer um ein Vielfaches.
Den vollstaendigen Report von VeriSign koennen Sie auf der VeriSign-Webseite als .pdf-Datei nachlesen. Klicken Sie hier, um zur VeriSign-Reportseite zu gelangen.

Google verliert Klage gegen Froogles.com

Google betreibt unter der Domain Froogle.com einen Online-Shopping-Service und wollte durch eine Klage erreichen, dass ihnen die Rechte an der Domain Froogles.com zugesprochen wird. Die Domain gehoert Richard Wolfe, einem Webmaster aus New York, der selbst ein Shopping-Portal auf seiner Seite betreibt.
Google fuehrte als Argument an, dass sich beide Domains zu sehr aehneln und Verwechslungen auftreten koennten, wodurch die Markenrechte von Froogle.com verletzt werden wuerden.
Die ICANN entschied jedoch anders und erlaubte Wolfe, dass er seine Domain Froogles.com weiterhin nutzen und das Shopping-Portal auch in Zukunft weiterfuehren darf. Man sehe keine Verwechslungsgefahr zwischen beiden Domains, so das Schiedsgericht der ICANN.
Dies war die erste markenrechtliche Klage, die Google nicht gewonnen hat.
Aber auf Google koennten nun noch groessere Probleme zukommen. Richard Wolfe startete seine Seite im Fruehjahr 2001, also noch vor Google, die mit ihrem Service Froogle.com erst im Winter 2002 online gingen. Da Wolfe seine Domain als Marke angemeldet hat, ist nun Googles Service in ernsthafter Gefahr, denn Wolfe fuehrte an, dass es die Domain Froogle.com ist, die Markenrechte verletze, naemlich die von seinem Service Froogles.com.
Der Fall ist also noch nicht zu Ende und Wolfe stehen nun mehrere Moeglichkeiten offen. Wird der Fall vor Gericht entschieden, koennte es sein, dass entschieden wird, dass Google seinen Service Froogle.com umbenennen muss. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass Google Wolfe einen hohen Geldbetrag zahlen wird, um den Markenrechtsstreit zu beenden.
Erst kuerzlich zahlte das Softwareunternehmen Microsoft der Lindows Inc. 20 Millionen US$, damit diese ihren Namen aendern.
Man kann nun also mit Spannung erwarten, wie es in diesem Fall weitergeht.

Google vergisst Domain zu verlaengern

Seit letztem Jahr ist Google unter der Domain Google.az mit einer Praesenz fuer Azerbaijan zu finden, diese Domain ist jedoch seit dem heutigen Morgen nicht mehr erreichbar. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Google einfach vergessen hat, die Registrierung der Domain durch die Zahlung der jaehrlichen Gebuehr zu verlaengern, denn schaut man in das Whois der Domain, wird sogar angezeigt, dass die Domain nicht vergeben ist!