Einfuehrung der EU-Domains verschiebt sich

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die neuen EU-Domains doch nicht wie zuvor bekanntgegeben im vierten Quartal diesen Jahres eingefuehrt, sondern erst naechstes Jahr. Denn die fuer Domains zustaendige Europaeische Kommission und die EURid, die Registrierstelle der neuen .eu-TLD, stecken immer noch in den Verhandlungen darueber, welche Organisation letzten Endes die Verwaltung der EU-Domains uebernehmen wird.
Als neuer Termin fuer die Einfuehrung der EU-Domains - die Sunrise-Periode, in der sich erst einmal Markeninhaber die ihnen zustehenden Domains sichern koennen - ist Juni 2005. Die freie Registrierung der EU-Domains beginnt damit erst im dritten Quartal 2005.

Domain-Registrierung nur auf Namen des Kunden

Das OLD Celle hat nun entschieden, dass Domains von Providern und sonstigen Internetdienstleistern nicht auf ihren eigenen Namen, sondern nur auf den des Kunden registriert werden duerfen. Dies trifft selbst dann zu, wenn der Dienstleister im Auftrag des Kunden agiert.
In dem Prozess in Celle klagte ein angehender Webdesigner gegen einen Hamburger Provider, der sich selbst als Domaininhaber fuer die Domain seines Kunden, ein Optikergeschaeft, eingetragen hatte. Laut dem Klaeger stuende ihm das Namensrecht der Domain zu und nicht der eingetragenen Person, welche der Inhaber der Hamburger Internetagentur war. Das OLD hat entschieden, dass die Domain an den Klaeger abgetreten werden muss. Selbst das Optikergeschaeft duerfe die Domain nicht mehr nutzen, weil sie selbst trotz ebenfalls vorhandenem Namensrecht zu keinem Zeitpunkt als Domaininhaber im Whois eingetragen war. Jetzt soll aber der Bundesgerichtshof in Karlsruhe die Entscheidung des Gerichts noch einmal ueberpruefen.
Sollte dem Klaeger erneut recht gegeben werden, so koennte diese rechtliche Entscheidung im schlimmsten Fall fuer eine Klagewelle sorgen, denn es kommt relativ oft vor, dass sich Provider, die mit der Registrierung einer Domain beauftragt wurden, selbst im Inhaberverzeichnis der Domain eintragen und nicht ihren Kunden.

Mit Sender ID gegen Spammer

Microsoft entwickelt derzeit eine neue Technologie, die bei der Abwehr von Spammern helfen soll. Microsoft hat nun der ESPC (dem Verband der E-Mail-Service-Provider) Details seiner neuen E-Mail-Technologie praesentiert.
Es soll mit Microsofts neuster Entwicklung moeglich sein, den Sender jeder E-Mail zu ermitteln. Dazu werden die E-Mails alle mit einer Sender ID gekennzeichnet, die nicht wie die Absende-Adresse faelschbar ist. So kann jeder Absender von Spam-Nachrichten weltweit identifiziert werden.
Momentan wird noch geprueft, ob man die neue Technologie als neuen Standard einfuehren wird und ob Microsofts Entwicklung ausgereift ist.

Titelstory: Bedrohung Domain-Grabbing

Domain-Grabbing und Cybersquatting, das sind die Begriffe, die man im Domain-Business in letzter Zeit immer haeufiger zu hoeren bekommt. Dennoch: das Thema Domain-Grabbing wird von vielen Unternehmen noch nicht ernst genug genommen. Dabei ist es eine grosse Bedrohung, nicht nur fuer den Domainhandel, sondern auch fuer die Unternehmen selbst, die durch Cybersquatting markenrechtlich verletzt werden und oft ihre Rechtsabteilung einschalten muessen. Fast jedes grosse Unternehmen sieht sich mit der Bedrohung Domain-Grabbing konfrontiert, etwas unternehmen tun aber nur die wenigsten. Die Vorsorge gegen Cybersquatting ist jedoch eigentlich gar nicht so schwierig und auch nicht teuer: man sollte alle einem vom Markenrecht her zustehenden Domains vorsorglich in moeglichst vielen TLDs registrieren, damit sie nicht von Domain-Grabbern aufgegriffen werden koennen.

Die Frage, wieso die Cybersquatter sich so bemuehen, den Unternehmen ihre zustehenden Domains vor der Nase wegzuschnappen, ist offensichtlich: ein bekannter Name bedeutet Praesenz im Internet und somit Besucher (Traffic). Und diese bedeuten natuerlich eines: Umsatz. Doch eben dieser Umsatz ist ein Schaden fuer jedes vom Domain-Grabbing betroffene Unternehmen.

Mit der vorsorglichen Registrierung wuerden die Firmen also nicht nur das Grabbing ihrer Domains an sich verhindern, sondern sie wuerden damit auch sehr viel Geld sparen, denn wenn man einen Domain-Grabber auf die Herausgabe der von ihm registrierten Domain verklagt, endet dieser Prozess oft in einem Vergleich. Wiederum ein finanzieller Schaden fuer das Unternehmen.

Viele Firmen lassen die neu eingefuehrten Top-Level-Domains ausser Acht, weshalb gerade jetzt in der Zeit vieler Neueinfuehrungen das Domain-Grabbing immer verheerendere Ausmasse annimmt. Bei der .info-TLD hat es zum Beispiel namhafte Konzerne wie eBay und T-Online getroffen, ihre .info-Domains wurden von Dritten registriert und gewinnbringend genutzt. Zum Schaden der Firmen, die das eigentliche Recht an den Domains haben. Die Domain eBay.info gehoert uebrigens immer noch dem unrechtmaessigen Inhaber, einem Webdesigner, der die Bekanntheit von eBay fuer seine eigenen Zwecke als effektive Werbung nutzt (und so an umsatzstarke Auftraege kommt, wie etwa dem Redesign der Bitburger-Webseite). eBay hat bisher nichts gegen den Domain-Grabber unternommen, obwohl dieser schon sehr lange im Besitz der Domain ist (naemlich seit der Einfuehrung der .info-TLD). Daran sieht man, dass Firmen Cybersquatting nicht allzu ernst nehmen und sich bei der Registrierung ihrer Domains nur auf die guengigsten TLDs konzentrieren. Der finanzielle Aufwand fuer Domainregistrierungen ist aber um einiges geringer als der finanzielle Schaden im Falle von Cybersquatting. Eine Tatsache, die Unternehmen viel zu oft unterschaetzen.

Weil man aber Cybersquatting und Domain-Grabbing ernst nehmen sollte, hier ein paar Tipps fuer Unternehmen in Sachen Grabbing-Vorsorge: Alle einem zustehenden Marken und Namen sollten unter moeglichst vielen TLDs registriert werden, aber auf jeden Fall unter den bekannten wie .com, .net, .org und .de fuer deutsche Unternehmen. Des weiteren sollte man diese Domains auch unter den ccTLDs registrieren, also unter den laenderspezifischen TLDs fuer die Laender, in denen das Unternehmen taetig ist. Auch Tippfehlerdomains sollten registriert werden, weil diese ebenfalls unter das Markenrecht fallen und beliebte Ziele von Cybersquattern sind.

SnapNames.com jetzt mit Auktionsformat

Der Dropcatching-Dienst SnapNames.com hat sein System auf ein neues Auktionsformat umgestellt. Bisher hat automatisch derjenige die gedropte Domain zugesprochen bekommen, der auf der Liste mit Catchingantraegen fuer die entsprechende Domain an erster Stelle stand, es wurden lediglich $69 gezahlt und man hatte die Domain. Jetzt wird es aber auch bei SnapNames.com aehnlich laufen wie bei Pool.com und Namewinner.com. Die Domain wird nicht dem zugesprochen, der sich als erster Abnehmer meldet, sondern dem, der am meisten fuer die Domain bietet. Informieren Sie sich auf der Seite von SnapNames.com.