Google verliert Klage gegen Froogles.com

Google betreibt unter der Domain Froogle.com einen Online-Shopping-Service und wollte durch eine Klage erreichen, dass ihnen die Rechte an der Domain Froogles.com zugesprochen wird. Die Domain gehoert Richard Wolfe, einem Webmaster aus New York, der selbst ein Shopping-Portal auf seiner Seite betreibt.
Google fuehrte als Argument an, dass sich beide Domains zu sehr aehneln und Verwechslungen auftreten koennten, wodurch die Markenrechte von Froogle.com verletzt werden wuerden.
Die ICANN entschied jedoch anders und erlaubte Wolfe, dass er seine Domain Froogles.com weiterhin nutzen und das Shopping-Portal auch in Zukunft weiterfuehren darf. Man sehe keine Verwechslungsgefahr zwischen beiden Domains, so das Schiedsgericht der ICANN.
Dies war die erste markenrechtliche Klage, die Google nicht gewonnen hat.
Aber auf Google koennten nun noch groessere Probleme zukommen. Richard Wolfe startete seine Seite im Fruehjahr 2001, also noch vor Google, die mit ihrem Service Froogle.com erst im Winter 2002 online gingen. Da Wolfe seine Domain als Marke angemeldet hat, ist nun Googles Service in ernsthafter Gefahr, denn Wolfe fuehrte an, dass es die Domain Froogle.com ist, die Markenrechte verletze, naemlich die von seinem Service Froogles.com.
Der Fall ist also noch nicht zu Ende und Wolfe stehen nun mehrere Moeglichkeiten offen. Wird der Fall vor Gericht entschieden, koennte es sein, dass entschieden wird, dass Google seinen Service Froogle.com umbenennen muss. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass Google Wolfe einen hohen Geldbetrag zahlen wird, um den Markenrechtsstreit zu beenden.
Erst kuerzlich zahlte das Softwareunternehmen Microsoft der Lindows Inc. 20 Millionen US$, damit diese ihren Namen aendern.
Man kann nun also mit Spannung erwarten, wie es in diesem Fall weitergeht.

Google vergisst Domain zu verlaengern

Seit letztem Jahr ist Google unter der Domain Google.az mit einer Praesenz fuer Azerbaijan zu finden, diese Domain ist jedoch seit dem heutigen Morgen nicht mehr erreichbar. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Google einfach vergessen hat, die Registrierung der Domain durch die Zahlung der jaehrlichen Gebuehr zu verlaengern, denn schaut man in das Whois der Domain, wird sogar angezeigt, dass die Domain nicht vergeben ist!

Ergebnisse des ICANN-Meetings

Auf dem Treffen in Kuala Lumpur debattierte die ICANN ueber neue Registrierungsrichtlinien, neue Gebuehren und die Zulassung neuer Top-Level-Domains.
So sollen noch in diesem Herbst TLDs von insgesamt zehn Bewerbern entweder abgelehnt oder zugelassen werden. Die TLDs und deren Antragssteller werden in juristischer und finanzieller Sicht geprueft und genau ausgewertet, um zu einem Ergebnis zu kommen. Wer die Ausschreibungsbestimmungen der ICANN erfuellt, hat gute Chancen auf eine Zulassung seiner TLD. Die Entscheidung ueber die neuen Top-Level-Domains soll noch Ende Juli fallen.
Die ICANN stellte ueberdies fest, dass man sich mit der Einfuehrung des WLS (Waiting List Service) beeilen muesse, um eine bessere Vorregistrierung von Domains zu ermoeglichen. Der Registrar muesste dann seine Vorregistrierungen direkt beim der zustaendigen Registry einreichen. Die Domain wird letztendlich nur dem zugesprochen, der diesen Antrag als ersten eingereicht hat. So koennte man unnoetigen Komplikationen und Streitfaellen bei der Zuteilung der Domains vorbeugen.
Um das Registrieren von Domains und die Verwaltung einfacher zu gestalten, wird die ICANN ausserdem neue Vertraege ausarbeiten, die lange nicht so komplex und ausfuehrlich sind wie die aktuellen.
Ebenfalls debattierte die ICANN ueber die neuen Beitraege, die die Registrare an die ICANN entrichten muessen. Diesen sollen sich voraussichtlich von 0,18 Cent auf 0,25 Cent pro Domain erhoehen.

.eu ab Oktober?

Wie es jetzt aussieht, koennte die neue TLD .eu (dotEU) endlich im Oktober an den Start gehen und die Registrierung der Domain beginnen. Dies gab das IIT, das italienische Institut fuer Telekommunikation, bekannt. Als Start der .eu-Registrierung wurde das vierte Quartal diesen Jahres genannt.

CreditCards.com

Gestern wurde die englische Spitzendomain CreditCards.com verkauft. Der ehemalige Inhaber verkaufte die Domain an ClickSuccess, eine Firma, die sich auf die Vermarktung von Finanzdienstleistungen und -Produkten spezialisiert hat. Der Verkaufspreis betrug 2,75 Millionen US$.