Archive for the 'German Posts (Deutsch)' Category

Domain zu verkaufen: Fachwerkhaeuser.com

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Die Domain Fachwerkhaeuser.com befindet sich aktuell in einer Auktion bei SnapNames.com. Die Auktion endet heute, Dienstag, den 26. Mai um ca. 20 Uhr. *Update: Domain wurde verkauft.*

In Deutschland gibt es unzählige historische und moderne Fachwerkhäuser. Gerade in der Gegenwart erfreut sich diese Bauweise wieder zunehmender Beliebtheit, nicht zuletzt dank der wachsenden Zahl an Fertighäusern, die auf einem ähnlichen System beruhen.

Google.de findet 520.000 Webseiten und unzählige AdWords-Anzeigen für den Suchbegriff “Fachwerkhäuser”.

Conficker-Wurm greift Domains an

Der Windows-Wurm Conficker, der bereits seit einiger Zeit sein Unwesen treibt, wird im März nun auch einige vergebene Domain-Namen nutzen, um von dort seine Störsignale ins Netz zu senden. Dies könnte zu einer Überlastung der entsprechenden Seiten führen und damit zu Downtimes sowie weiteren Kosten für die betroffenen Webseiten.

Der Conficker-Wurm spielt sich durch eine Windows-Sicherheitslücke automatisch auf einen Ziel-Server. Dort schützt er dann erst einmal den Server gegen andere Viren und Würmer, um sozusagen die “Konkurrenz” draußen zu halten, und liest dann die Zeit und das Datum auf dem Server. Diese Angaben nutzt er dann, um mit einem Algorithmus eine Liste von Domains zu generieren, auf die er dann zurückgreift, um weiteren Code über das Netz zu laden.

Es ist bekannt, durch welche Sicherheitslücke der Wurm eindringt und es steht hierfür ein Sicherheitsupdate bereit, das Systemadministratoren unbedingt installieren sollten. Eine aktivierte Firewall reicht in der Regel aber schon aus, um das Eindringen zu verhindern.

Ebenfalls bekannt ist mittlerweile der Algorithmus von Conficker zum Berechnen der Domain-Namen. So wird der Wurm im März laut Sophos, einem Hersteller von Antivirus-Software, unter anderem vier aktive Domains angreifen, um sich von dort weiter zu verbreiten. Die betroffenen Domains sind jogli.com, wnsux.com, qhflh.com und praat.org. Normalerweise können Microsoft und ICANN die voraussichtlich betroffenen Domains im Voraus registrieren und blockieren, aber bei bereits vergebenen Domain-Namen ist dies rechtlich nicht erlaubt. So rät Sophos den betroffenen Webseiten-Betreibern, am entsprechenden Tag auf eine Ersatzdomain umzusteigen und die Haupt-Domain an diesem Tag zu deaktivieren.

Microsoft-Abwehr kostete Yahoo 79 Millionen Dollar

Yahoo (YHOO)Laut dem offiziellen Jahresbericht für 2008 kostete Yahoo die Abwehr gegen die Übernahme durch Microsoft insgesamt 79 Millionen US-Dollar. Die Summe wurde vor allem an Berater und Rechtsexperten ausgezahlt, die bei den Verhandlungen mit Microsoft zur Seite standen und später das Suchmaschinen-Unternehmen bei der Auseinandersetzung mit dem Investor Carl Icahn berieten. Ebenfalls Geld kostete die zuletzt gescheiterte Partnerschaft mit dem Konkurrenten Google.

Dies sind jedoch nur die bilanziell erfassten Kosten. Die tatsächlich angefallenen Kosten dürften sich auf ein Vielfaches dieses Betrages belaufen, weil infolge der gescheiterten Übernahme und den vielen negativen Presseberichten unter anderem wichtige Yahoo-Forscher und -Manager kündigten und weil der Aktienpreis tief in den Keller ging.

Google Latitude zeigt Aufenthaltsort von Personen

GoogleDer Suchmaschinen-Gigant Google (NASDAQ: GOOG) hat wieder ein neues Produkt auf den Markt geworfen. Google Latitude erlaubt es Nutzern, über das Internet den aktuellen Aufenthaltsort von Freunden zu sehen. Damit geht das Unternehmen einen großen Schritt weiter als einige andere Online-Dienste, wie z.B. Twitter. In Kombination mit Google Maps kann man nämlich den exakten Ort sehen, an dem sich die entsprechende Person aufhält.

Dieser neue “Service” verstärkt das Gefühl, dass Google langsam aber sicher auf die völlige Transparenz des Menschen hinarbeitet. Natürlich ist die Teilnahme freiwillig und nur Personen, denen ich es erlaube, können sehen, wo ich mich gerade befinde, aber tausende von Google-Nutzern werden schnell beginnen Google Latitude zu nutzen ohne sich zuvor über die Bedeutung Gedanken zu machen.

Betrachtet man die große Spannweite von Googles Diensten im Internet und Googles Ambitionen auch in der Offline-Welt mitzumischen, kommt man schnell zu dem Schluss, dass das Unternehmen bereits eine unglaublich große Ansammlung an Daten und damit Macht über Konkurrenten und Kunden hat. Kurzum, Google bewegt sich immer weiter in eine Monopolstellung, und das längst nicht mehr nur im zentralen Suchmaschinenbereich.

Google bietet zum Beispiel den populären Email-Dienst Gmail an (in Deutschland Google Mail). Dadurch hat die Firma theoretisch Zugriff auf den elektronischen Briefverkehr der Gmail-Nutzer und dadurch Einsicht in private Geheimnisse oder Geschäftsinformationen. Hinzu kommen Bilddienste, wie z.B. Picasa Web Albums, wo Nutzer ihre Fotos hochladen und ins Internet stellen können. Google Maps und Google Earth ermöglichen das einfache Auskundschaften der Welt und das Ausfindigmachen von Adressen - mittlerweile geht das in einigen Städten sogar schon mit einem digitalen Spaziergang: Google ist die Straßen abgefahren, hat sie Meter für Meter fotografiert und anschließend zu einer dreidimensionalen Welt zusammengefügt. Auf diesen Fotos sind auch die Passanten zu erkennen, obwohl vor kurzer Zeit damit begonnen wurde, diese zumindest teils unkenntlich zu machen.  Mit dem Weblog-Service Blogger verwaltet das Unternehmen darüber hinaus Millionen von seinen Kunden erstellte Inhalte, die Google Toolbar zeichnet das Surfverhalten der Internetnutzer auf und analysiert dabei automatisch alle besuchten Webseiten, der hauseigene Browser Google Chrome erledigt all das sowieso im Hintergrund, in Google Calendar kann man seine Termine organisieren und im Google Reader sowie bei Google News die aktuellen Nachrichten und persönlich ausgewählte Artikel lesen. Als ob das noch nicht genug wäre, zählt der Video-Service YouTube ebenfalls zum großen Firmengeflecht und per Google Video wird zusätzlich das Suchverhalten der Benutzer bei konkurrierenden Video-Diensten aufgezeichnet. Und weil das immer noch nicht ausreicht, dominiert Google mit AdWords und AdSense die Welt der Online-Werbung wie kein anderer Konzern zuvor.

Nimmt man all das zusammen, wird klar, dass die einst kleine Suchmaschine sich zu einem wahren Powerhouse entwickelt hat, das eigentlich viel zu viel Macht und Wissen auf sich vereint. Je mehr Dienste von Google man in Anspruch nimmt, desto genauer wird das Bild, das die Firma von einem erhält und desto maßgeschneideter wird die Online-Werbung sein, die einem dann vorgesetzt wird.

Ich sage nicht, dass die oben genannten Dienstleistungen nicht nützlich sind. Im Gegenteil, die meisten davon bestechen geradezu durch ihre einfache Bedienung und den großen Funktionsumfang, so dass man kaum nein zu ihnen sagen kann. Dennoch muss man sich vor Augen führen, wie viele Daten man täglich über das Internet auf die Google-Server lädt. Wenn in Deutschland die Durchsuchung von Computern durch den Geheimdienst diskutiert wird, wenn die Installation von Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen zur Steigerung der Sicherheit in Großstädten zur Debatte steht, oder wenn man irgendein ein Adressformular ausfüllen muss, das man eigentlich lieber leer lässt, immer dann wird protestiert. Wenn aber Google mit seinen verführerischen Anwendungen am Bildschirm anklopft, sagt man nur ungerne ab.

Vorerst ist Google Latitude das neue Produkt, das die Welt und die Menschen noch transparenter macht, schon bald werden die findigen Entwickler aus den Labors (den Google Labs) ein neues Programm erstellen und wie einen Satelliten in die Welt entsenden, damit auch schön viele Informationen wieder zurück kommen.

Sedo-Studie zum Domain-Markt 2008

SedoDie in Köln ansäßige Sedo GmbH, eine der weltweit führenden Handelsbörsen für Domains, hat ihre Studie über den Domainmarkt 2008 vorgelegt. Dieser Bericht ist vor allem interessant, weil Sedos Marktplatz über ein großes Handelsvolumen und somit über eine Fülle an Referenzdaten verfügt. Somit dürften die von Sedo analysierten Daten durchaus einen repräsentativen Ausschnitt des weltweiten Markets darstellen.

Im ersten Abschnitt der Studie stellt Sedo fest, dass .com weiterhin die populärste generische Top-Level Domain (gTLD) ist: In 76% aller Domainverkäufe ging es um den Transfer einer .com-Domain. Erwartungsgemäß folgen mit großem Abstand .net (9%), .info (7%), .org (5%) und .biz (3%).

Bei den länderspezifischen Domainendungen (country-code TLDs; ccTLDs) spielt die deutsche Endung .de mit einem Marktanteil von 61% die Hauptrolle. Diese Statistik dürfte nicht ganz repräsentativ für den weltweiten Domainhandel sein, weil Sedo als deutsches Unternehmen einen entsprechend großen Anteil deutscher Kunden hat, woraus die hohe Zahl an .de-Verkäufen folgt. Dennoch gehört .de zweifelsohne auch weiterhin zu den beliebtesten Länder-TLDs im Internet. Auf Platz zwei der Statistik liegen gemeinsam .co.uk (United Kingdom, 13%) und .eu (Europa, 13%), weit dahinter folgen .es (Spanien, 4%), .fr (Frankreich, 3%), .nl (Niederlande, 3%) sowie .cn (China) und .it (Italien) mit ähnlich niedrigen Anteilen.

Besonders interessant ist das gesamte Handelsvolumen von Sedo im Jahr 2008: Wurden 2004 noch ca. 7,6 Millionen Euro an Domains gehandelt, waren es 2008 über 53 Millionen Euro. Damit konnte Sedo den Wert der Domainverkäufe von 2007 von knapp unter 50 Millionen Euro noch einmal kräftig steigern. Die Entwicklung innerhalb des Jahres 2008 dürfte nicht überraschen. Im zweiten und dritten Quartal wurden die meisten Domains gehandelt, im vierten Quartal brachen die Verkäufe ein. Sedo gibt als einen Grund die sich verstärkende Finanzkrise an.

Die Studie geht noch auf weitere Statistiken ein, ich möchte jedoch vor allem auf die Daten zu sprechen kommen, aus denen man den Wert vergleichbarer Domains ableiten könnte. Hierfür stellt Sedo Daten bereit, die das Verkaufsvolumen auf die einzelnen TLDs aufteilen:

Letztes Jahr wurden insgesamt 17.643 .com-Domains über Sedo gehandelt, etwa 5.000 mehr als im Vorjahr. Allerdings brach der durchschnittliche Verkaufspreis stark ein, er sank von 3.417 Euro (2007) etwa um die Hälfte auf 1.700 Euro. So sank auch der Gesamtwert der verkauften .com-Domains innerhalb eines Jahres von ungefähr 42,5 Millionen Euro auf unter 30 Millionen Euro. Überhaupt ist ein starker Rückgang der durchschnittlichen Preise bei allen generischen Domainendungen zu beobachten. Nur der Anstieg an getätigten Verkäufen konnte den Gesamtwert der abgewickelten Transaktionen ungefähr auf dem Vorjahresniveau halten oder leicht steigern. Bei gTLDs ist also ein großer Preisrückgang festzustellen, aber positiv fällt auf, dass es 2008 eine große Zahl von Käufern gab.

Bei den länderspezifischen TLDs sticht erneut .de hervor. Die deutsche TLD verzeichnete sowohl einen Anstieg der Verkaufszahl von 4.954 in 2007 auf 6.159 im Jahr 2008 als auch einen Anstieg des durchschnittlichen Preises, der von 1.017 Euro auf 1.170 Euro stieg. Entsprechend fällt das Wachstum des Verkaufsvolumens kräftig aus: 2008 wurden über Sedo .de-Domains im Gesamtwert von ca. 7,2 Millionen Euro gehandelt (2007 waren es 5 Millionen Euro). Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die Besitzer von .de-Domains darin bekräftigen sollte ihre Domains auch in diesen wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nicht vorschnell unter Wert zu verkaufen. In .de-Domains steckt nachwievor großes Potential, und es besteht auch die Hoffnung, dass die Finanzkrise samt drohender Rezession deutsche Investoren nicht so stark treffen wird wie zum Beispiel die amerikanischen Anleger. Der deutsche Domainmarkt jedenfalls lässt Gutes hoffen.

Zum Abschluss möchte ich noch die Top-Verkäufe von Sedo auflisten. In US-Dollar umgerechnet ist es für 2008 eine .de-Domain, die an der Spitze steht. Kredit.de wurde für 892.500 Euro verkauft (1.176.672 US$). An zweiter Stelle folgt ebenfalls eine Finanz-Domain, nämlich Invest.com (1.015.000 US$), dahinter stehen u.a. Printer.com (650.000 US$) und Villas.com (350.000 €).

Weitere Informationen gibt es direkt bei Sedo, die Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden.




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