Ein Verfahren in den USA sorgt derzeit fuer Aufsehen: bekannte Unternehmen wie Google, Yahoo, AOL und Lycos wurden wegen Klickbetruges angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, die Klickpreise fuer Werbeanzeigen unnoetig in die Hoehe getrieben zu haben, obwohl ihnen die jeweiligen Kurse bekannt gewesen seien. Aber es kommt noch dreister: den Firmen wird von den Klaegern, alle sind Werbekunden, außerdem vorgeworfen, die Unternehmen haetten den Betrug untereinander abgesprochen und geplant. Die Klaeger fordern deshalb Schadenersatz mit Zinsen.
Die angeklagten Firmen behaupten zwar immer noch, dass ein Betrug in ihren Systemen gar nicht moeglich sei, aber Experten gehen davon aus, dass ein Großteil der Klicks auf Werbeanzeigen bei den PPC-Anbietern (PPC = Pay Per Click) nicht von interessierten Kunden, sondern vollautomatisch von Klickbots ausgehen, also von Skripten, die die Werbeanzeigen durchsuchen und die Werbelinks aufrufen. Und jeder dieser Klick kostet den Werbetreibenden Geld, fuer das er keine Gegenleistung erhaelt. Einen Betrug in aehnlicher Art und Weise wird nun den Werbeanbietern Google & Co. vorgeworfen. Der Ausgang des Verfahrens bleibt abzuwarten.



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