Denic zweifelt an schlechter Bewertung

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Die deutsche Registrierungsstelle Denic aeußert Zweifel und Unverstaendnis an der schlechten Bewertung durch die ICANN und das Unternehmen Telcordia bei der Bewerbung um die Verwaltung der .net-Domains. Die Denic selbst sieht sich als durchaus konkurrenzfaehig im Vergleich mit VeriSign und den anderen Bewerbern. Daher sei der schlechte vierte Platz nicht nachvollziehbar.

“Die DENIC hat eine anspruchsvolle und durchdachte Bewerbung auf hoechstem technischen Niveau vorgelegt, wir haben außerdem eine nachweisbare mehr als elfjaehrige Erfahrung und Kompetenz in der Verwaltung der deutsche Top Level Domain .de vorzuweisen, und wir hatten ein ueberzeugendes Konzept, das fuer mehr Wettbewerb unter den Registrierungsstellen und mehr internationale Zusammenarbeit gesorgt haette. Es ist mittels des Bewertungsberichts nicht nachvollziehbar, wieso andere Bewerber trotzdem so viel besser platziert wurden”, sagte DENIC-Vorstandsmitglied Sabine Dolderer in einer ersten Stellungnahme.

Die Denic kritisiert weiter, dass der Bericht gravierende Maengel aufweise. Zum Beispiel wuerde der Denic angekreidet, dass sie angeblich eine selbst entwickelte Datenbanksoftware verwende, tatsaechlich wird jedoch ein kommerzielles Produkt eines weltweit fuehrenden Anbieters benutzt, was auch in der Bewerbung ausfuehrlich dargestellt worden sei.

“Es ist nicht unsere Absicht, in kleinliche Erbsenzaehlerei zu verfallen, aber es sieht so aus, als waere der Bewertungsbericht unter großem Zeitdruck entstanden, was auf Kosten der Qualitaet ging. Gerade weil alle Bewerber, wie Telcordia selbst einraeumt, sehr eng beieinander lagen und alle faehig sind, .net zu verwalten, sind solche handwerklichen Fehler problematisch, da sie die wahre Leistungsfaehigkeit falsch wiedergeben”, ergaenzte Sabine Dolderer.