Archive for August, 2004

Schuld am ebay.de-Skandal

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Am Wochenende wurde die Domain ebay.de auf einen Kunden des Webhosters Intergenia uebertragen und die Domain auf die Seite eines Spiele-Clans weitergeleitet. Wie es zu dem Transfer kam, ist nun teils geklaert.
Der Intergenia-Kunde hat die Domain ebay.de (zusammen mit google.com, amazon.de und web.de) zum Registrieren beantragt. Da die Domains bereits vergeben waren, wurde automatisch ein KK-Antrag fuer die Domains gestartet.
Diesem haben alle Firmen ausser eBay nicht zugestimmt und mit “Not Acknowledged” (NACK) geantwortet. Das System von eBay hat nicht innerhalb der ueblichen Frist von fuenf Tagen reagiert und somit hat die DENIC den Transfer der Domain ebay.de durch einen AutoACK durchgefuehrt.
Ein besonderer Schaden entstand eBay und seinen Kunden, denn alle Auktionen liefen - obwohl die eBay-Seite nicht erreichbar war - ungehindert weiter und viele Auktionen sind geendet, ohne dass noch Gebote abgegeben werden konnten.
Aber wer hat nun eigentlich Schuld am vermeidbaren Transfer der Domain? Einen Teil der Schuld trägt natuerlich eBay, bzw. Tucows, der in Kanada befindliche Provider von eBay, weil dieser nicht innerhalb der Frist geantwortet hat und somit den AutoACK ermoeglicht hat.
Weiter traegt der Intergenia-Kunde einen grossen Teil der Schuld, weil er die Domains beantragt hat und einen nicht erlaubten Transferantrag gestartet hat.
Intergenia hat ausserdem den Transfer nicht vollstaendig gemaess der DENIC-Richtlinien durchgefuehrt, leugnet dies auch nicht. Laut dem Intergenia-Vorstand wuerden es aber viele Webhoster vernachlaessigen, den Domain-Inhaber beim Domain-Transfer zu ueberpruefen.
Und dann kommt noch die DENIC, bei der alle beiden Sicherungspruefungen, die fuer einen korrekten Ablauf beim Domain-Transfer zustaendig sind, versagt haben. Auch hier haette der Transfer von ebay.de verhindert werden koennen.
Die Schuld kann man also nicht eindeutig einem Einzelnen zuweisen und es ist nicht auszuschliessen, dass ueber die Frage der Schuld schon bald im Gerichtssaal entschieden werden wird.

ebay.de snapped!

This morning eBay was the victim of a cybersquatter! The company’s German domain is currently not available on the Internet. According to the whois data, the domain is owned by eBay again, but the nameservers have not been updated yet. The whois said that it was a private person from Germany who snapped the domain. It’s not sure how this person could get eBay’s domain, however. What are the consequences for eBay? Well, it’s for sure that the financial damage caused by this new case of cybersquatting is huge!
Update: ebay.de was transfered to a customer of the internet service provider “intergenia” who tried to register the two domain names “amazon.de” and “ebay.de”, so the domain transfer was started automatically. Amazon did not allow to transfer the domain, but eBay’s system said OK. So the domain ebay.de was transfered to intergenia. But the provider was quite cooperative and the domain was given back to eBay short after that.

ebay.de geklaut

Wer haette das gedacht, auch eBay wurde heute Opfer eines Cybersquatters! Seit heute morgen war die Domain ebay.de nicht mehr erreichbar, im Whois stand ploetzlich nicht das Unternehmen eBay, sondern eine Person aus Schoeningen. Wie diese an die Domain gelangen konnte, ist noch unklar. Was bedeutet der Domainverlust fuer eBay? Einen sehr hohen Umsatzverlust sowie ausbleibende Gebote fuer die laufenden Auktionen und somit unzufriedene Kunden. Der durch den Domainklau entstandene Schaden koennte sich in Millionenhoehe belaufen.
Update: Wie jetzt bekannt wurde, wurde die Domain einem Kunden der intergenia AG, einem Webhosting-Unternehmen, uebertragen. Der Kunde hat bei dem Provider die beiden Domains amazon.de und ebay.de beantragt. Es wurde automatisch ein KK-Antrag fuer diese Domains gestellt. Amazon lehnte den Antrag ab, eBay jedoch gab die Domain faelschlicherweise zum Transfer frei. Die intergenia AG kooperierte sofort mit eBay, so dass die Domain schnell wieder zurueck in die Haende ihres rechtmaessigen Besitzers gelangen konnte.

Name gegen Domain

Der amerikanische Regisseur Spike Lee hat vor Gericht erfolgreich bewirkt, dass die Domain SpikeLee.com in seinen Besitz uebergeht. Die Domain war zuvor in den Besitz von Cybersquattern geraten, die die Domain und die Bekanntheit von Spike Lees Namen genutzt haben, um Traffic auf eine Pornoseite zu leiten und Geld zu verdienen.
Spike Lee ist nicht der erste Prominente, der das Opfer von Domaingrabbing wurde. Auch Madonna und Eminem sind bereits erfolgreich gegen Cybersquatter vorgegangen.

VeriSign verliert vor Gericht

Erneut ist VeriSign mit seiner Klage gegen die ICANN vor Gericht gescheitert. VeriSign versuchte durch die Klage das durch die ICANN bestimmte Verbot des Site-Finder-Programms zu verhindern.
VeriSign war der Ansicht, dass sich Konkurrenten zusammen mit der ICANN gegen VeriSign verschworen haetten und so ein Marktvorteil fuer diese bestuende, wenn das von VeriSign entwickelte Programm verboten wuerde. Das Gericht konnte die Behauptungen VeriSigns jedoch nicht nachvollziehen und wies die Kartellklage ab.
VeriSign ist fuer die Verwaltung der .com- und .net-Domains zuständig. Das Site-Finder-Programm leitete die Besucher einer nicht existieren Domain unter diesen TLDs automatisch auf die Webseite von VeriSign.




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